Interview mit Tierärztin Lisa Walther

Vegane Hundeernährung? Die fünf häufigsten Fragen!

München. Immer mehr Hundebesitzer denken über eine vegane Ernährung ihres Tieres nach. Doch noch sind mit diesem Thema viele offene Fragen und Vorbehalte verbunden. Tierärztin Lisa Walther beantwortet im Interview die fünf häufigsten Fragen, die in der tierärztlichen Praxis zum Thema fleischlose Ernährung des Hundes gestellt werden und klärt auf, was Hundehalter bei der Wahl eines veganen Futters unbedingt beachten sollten. Denn klar ist: Nur ein veganes Alleinfutter, das zu 100% bedarfsdeckend ist (z.B. VEGDOG), garantiert eine ausgewogene Fütterung und fördert damit die Gesundheit des Hundes.


von Vorname Name

FOTOS: VEGDOG


Ist eine vegane Ernährung überhaupt artgerecht?

Diese Frage bezieht sich meist auf einen Vergleich mit dem Wolf als „Vorfahre“ unserer Hunde. Doch was viele nicht wissen: Dieser ist und war schon immer ein Allesfresser und frisst neben dem Fleisch von Beutetieren auch Gräser und Beeren. Hunde sind ebenso Allesfresser und zudem bereits seit mehreren tausend Jahren domestiziert – sie haben sich also an das Leben an der Seite des Menschen angepasst. Wie ähnlich die Darmflora von Hund und Mensch sind, wurde auch erst kürzlich in einer Studie festgestellt.  Wichtiger als die Frage nach „Fleisch“ oder „nicht Fleisch“ ist es, darauf zu achten, dass das Futter ausgewogen und vor allem bedarfsdeckend ist. Bei jeder Fütterung ist es wichtig, die Gesundheit des Hundes und die Verträglichkeit des Futters an erster Stelle zu wissen. Und das ist vegan sehr gut möglich.


Können Hunde pflanzliche und kohlenhydratreiche Nahrung verwerten?

Das Wichtigste bei der Fütterung von pflanzlicher und kohlenhydratreicher Nahrung ist die richtige Verarbeitung der pflanzlichen Komponenten. Werden diese zum Beispiel durch Kochen aufgeschlossen, sind sie gut verdaulich und problemlos zu verfüttern. Grundsätzlich können Hunde Kohlenhydrate aber durch die genetische Anpassung, die im Laufe der Domestizierung erfolgt ist, sehr gut verwerten – dies wurde in einer Studie des schwedischen Forschers E. Axelsson wissenschaftlich nachgewiesen.  Ein bedarfsdeckendes und veganes Futter wie VEGDOG besteht aber auch nur zum Teil aus Kohlenhydratlieferanten. Der größere Teil sind vor allem wichtige und optimale Proteinlieferanten, wie Linsen, Lupine und Erbsen. Dank der ausgewogenen Rezepturen, die in enger Zusammenarbeit mit einer Fachtierärztin für Diätetik entwickelt wurden, stellt das Hundefutter von VEGDOG alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung und deckt den Bedarf der Vierbeiner optimal ab. 

Welche Vorteile hat eine vegane Fütterung?

Eine vegane Fütterung kann zum Beispiel bei einer Futtermittelallergie gegen tierisches Protein eine sehr gute Alternative sein und damit helfen, Symptome wie Ekzeme oder Verdauungsbeschwerden zu lindern. Natürlich spielen auch Aspekte wie Umweltschutz bei der veganen Fütterung für viele Hundehalter eine wichtige Rolle. In vielen Futtermitteln wird auch nicht immer Fleisch von hoher Qualität verarbeitet, stattdessen stammt es oftmals aus Massentierhaltung – das lehnen immer mehr Menschen ab. Wer als Halter selbst vegetarisch oder vegan lebt, möchte diese Überzeugung auch häufig in der Tierhaltung vertreten. Und zuletzt: Viele Hunde lieben auch einfach die Abwechslung im Futter und profitieren von einem oder zwei „Veggie Days“ pro Woche!


Auf was muss ich bei veganem Futter achten?

Das A und O ist immer die Gesundheit des Hundes. Daher sollten Besitzer, die auf der Suche nach Alternativen sind, immer auf eine ausreichende Bedarfsdeckung achten und im Zweifel mit ihrem Tierarzt über Alternativen sprechen. Denn Hunde benötigen ja nicht das Fleisch im Futter, sondern die darin enthaltenen Nährstoffe. Proteine, essentielle Aminosäuren, Vitamin D, Fettsäuren, Taurin und Carnitin sollten in jedem Fall im Alleinfutter enthalten sein. Und natürlich: Der Hund soll es mögen, nur dann ist eine vegane Fütterung auch richtig.


Mein Hund ist Allergiker – kann ich trotzdem vegan füttern?

Nicht nur trotzdem, sondern oftmals gerade dann! Denn immer häufiger entwickeln sich bei Hunden Allergien gegen bestimmte Bestandteile von Futtermitteln. Das Alleinfutter von VEGDOG wurde etwa speziell für diese Problematik entwickelt und ist bei der häufig vorkommenden Allergie gegen tierisches Protein (wie Rind- und Lammfleisch oder auch Milchprodukte) eine echte Alternative. Durch die besondere Rezeptur, die zudem komplett ohne Getreide und Soja auskommt, sind weitere Hauptallergene ausgeschlossen worden. Haben Halter den Verdacht einer Allergie bei ihrem Hund, sollten sie sich aber auch immer an den Tierarzt wenden, um mit ihm zusammen die beste Therapie für den Vierbeiner zu entwickeln.




Weitere Informationen und FAQs zum Thema „Vegane Hundeernährung“ finden Interessierte auch unter www.vegdog.de

Die drei Produktlinien Adult, Sensibelchen und Senior, die auf unterschiedliche Bedürfnisse von Hunden abgestimmt sind, sind ab sofort im Online-Shop unter www.vegdog.de oder im ausgewählten Einzelhandel erhältlich.

Hinter VEGDOG steht eine persönliche Geschichte: Die von Nelson und seiner Besitzerin und Unternehmensgründerin Tessa Zaune-Figlar. Auf Grund seiner starken Futtermittelunverträglichkeit begann Tessa Zaune-Figlar vor sieben Jahren, das Futter für Nelson nach Rezepten ihres Tierarztes selbst zuzubereiten und verzichtete dabei auf dessen Anraten gänzlich auf tierische Eiweiße. Ein hoher Aufwand, der jedoch von Erfolg gekrönt wurde: Nach vier Wochen war Nelson beschwerdefrei und ist es bis heute. Auf der Suche nach einem veganen Fertigfutter, das zu 100% bedarfsdeckend ist, wurde schnell deutlich: Bis dato war kein veganes Alleinfutter im Handel verfügbar – und die Idee von VEGDOG war geboren. In Zusammenarbeit mit einer bekannten Münchener Fachtierärztin für Diätetik und Tierärztin Lisa Walther entwickelte Tessa Zaune-Figlar das erste vegane, getreidefreie und 100 % bedarfsdeckende Alleinfutter. Komplementiert wird das Team von der Veterinärmedizin-Studentin und Betriebswissenschaftlerin Valerie Henssen, die von Anfang an den Werdegang des Unternehmens begleitet hat und die Bereiche Finanzen und Marketing verantwortet. VEGDOG wird europaweit vertrieben und ist in Deutschland u.a. in ausgewählten Futtermittel-Shops, Drogeriemärkten sowie unter www.vegdog.de erhältlich.